Leere Fabrik- und Bürogebäude, Schulhäuser, Hotels – mit Treppen, Liften, Glasgängen und wechselnden Untergründen.
Mantrailing
Nino folgt dem ganz persönlichen Geruch eines bestimmten Menschen – über Wiesen, durch Wald, entlang von Strassen, über Asphalt und Kies, in Gebäude hinein.
Er sucht, ich lese ihn
Nino bekommt einen Geruchsträger zu riechen und arbeitet dann an der langen Leine die Spur ab. Meine Aufgabe: erkennen, wo er die Spur hat, wo er sie verliert, wo er eine Kreuzung anzeigt – und die Leine sauber halten. Am Ende wartet die gesuchte Person und für Nino die grosse Belohnung.
Spezial-Seminare
Im Alltag trainieren wir in der Region. Dazu besuchen wir regelmässig Seminare in ungewohnten Umgebungen – geleitet von erfahrenen Instruktorinnen und Instruktoren, darunter Fachleute aus dem Polizei-, Zoll- und Rettungshundewesen aus der Schweiz, Deutschland, Grossbritannien und den USA. Wir gehen dort nicht hin, um etwas zu beweisen, sondern um von den Besten zu lernen.
Trainingsgelände mit Brandhäusern und Trümmerfeldern.
Kieswerke, Beton- und Rückbau-Plätze, eine Kehrichtanlage, eine grosse Druckerei: viel Fläche, viele Gerüche.
Mitten in der Stadt, durch Gassen und über Plätze, mit Passanten, Verkehr und Schaufenstern.
Zum Beispiel beim Vollmond-Trailen, wenn sich alles anders anfühlt.
Ein Kinderzoo in der Winterpause, ein unterirdischer Versuchsstollen.
Scent Detection & ZOS
Zielgeruch-Arbeit: Nino sucht einen bestimmten Geruch und zeigt ihn mir ruhig an – ohne zu kratzen oder zu bellen.
Vom Objekt zum Geruch
Angefangen haben wir mit der Zielobjektsuche (ZOS): Nino zeigt kleine Gegenstände aus Filz, Holz oder Leder an, die einen bestimmten Geruch tragen. Daraus ist die Scent Detection gewachsen – seit 2026 unser zweites grosses Thema –, bei der ein reiner Zielgeruch gesucht und angezeigt wird.
Der Aufbau ist kleinschrittig: zuerst den Geruch lieben lernen, dann suchen, dann anzeigen, dann Ablenkung, mehr Fläche, neue Räume. Über ein Kontrollblatt halten wir fest, wo Nino steht.
Das Schöne an der Zielgeruch-Arbeit: Sie ist leise, konzentriert und funktioniert auch bei schlechtem Wetter drinnen. Perfekt für Regentage, an denen ein Trail ins Wasser fällt.
Meine Lieblingsübung ist die mit dem Leckerli am Schluss. Also eigentlich alle.
Nasenarbeit & Tricks für zu Hause
Hunde brauchen Abwechslung, sonst wird ihnen langweilig. Diese Ideen brauchen wenig Material und machen trotzdem müde – Kopfarbeit zählt.
Schnüffelteppich
Eine Matte aus Fleece-Streifen, in die Leckerli eingestreut werden. Nino muss sie herausschnüffeln – gute Nasenarbeit und schön ruhig.
Sushi-Rolle
Ein Handtuch mit Leckerli belegen, locker einrollen, den Hund wieder ausrollen lassen. Schwieriger wird's mit eingewickeltem Spielzeug.
Kartonschachtel
Eine leere Schachtel mit zerknülltem Papier füllen und Leckerli darin verstecken. Kostet nichts und trainiert das Suchen.
Intelligenzspiel & kleine Tricks
Schiebe- und Klappenspiele in passender Schwierigkeit – und zwischendurch „Pfote", „Rolle" oder „Kinn ablegen".
Und wenn's regnet: Bewegung drinnen
Ein paar Stangen auf dem Boden, ein Tuch zum Durchschlüpfen, ein Kissen zum Draufstellen – schon hat Nino eine kleine Körperwahrnehmungs-Runde im Wohnzimmer. Langsam und ruhig, nicht wild.
Ideen für draussen & im Wald
Der Wald ist unser liebster Trainingsplatz. Fast alles, was herumsteht, lässt sich nutzen.
Leckerli-Baum
Ein paar Leckerli in die Rinde stecken und Nino suchen lassen. Danach schaut er bei jedem Spaziergang wieder „an seinem" Baum vorbei.
Bäume umrunden
Auf „Rum" umrundet Nino einen Baum, eine Stange oder eine Bank. Zur Belohnung fliegt ein Leckerli durch die Luft.
Versteckspiel
Ich verstecke mich hinter einem Baum, Nino sucht mich über die Nase. Das macht ihn aufmerksamer und hält ihn nah.
Wald-Parcours
Baumstämme, Wurzeln, Bänke: balancieren, drüber („Hopp"), drunter durch („Untendurch"), Vorderpfoten hoch („Zwei Pfoten").
Vita Parcours & Naturhindernisse
Die Posten eignen sich gut für Sprünge, Slalom und Körpergefühl – in ruhigem Tempo, ohne Hektik.
Einfach schnüffeln lassen
Manchmal ist die beste Übung, die Leine lang zu lassen und Nino die Gegend „lesen" zu lassen.
Alles ist ein Hindernis
Ein umgestürzter Baum wird zum Balancierbalken, eine Waldbrücke zur Mutprobe, ein Reifen auf dem Trainingsplatz zum Durchsteige-Tor. Nino findet fast alles spannend – solange danach gelobt wird.
Hundesport A–Z, kurz erklärt
Es gibt viel mehr Hundesport als die Runde um den Block. Hier ein kurzer Überblick. ★ heisst: machen wir oder haben wir gemacht – der Rest ist nur zur Erklärung.
- Agility
- Hindernis-Parcours aus Tunneln, Sprüngen und Stegen, möglichst schnell und fehlerfrei.
- Begleithundesport
- Alltagstauglicher Grundgehorsam mit Leinenführigkeit und Sozialverträglichkeit.
- Canicross & Zughundesport
- Der Hund zieht im Geschirr – zu Fuss, mit Fahrrad oder Scooter. Ausdauersport.
- Degility
- Ruhigere Variante des Hindernistrainings – Körpergefühl, Konzentration, gelenkschonend.
- Dog Dancing / Obedience
- Präzise Fuss- und Distanzarbeit, bei Dog Dancing zu Musik und mit Tricks.
- Dummytraining
- Apportieren nach Retriever-Art: Fallstellen merken, auf Einweisung suchen, zuverlässig bringen.
- Fährtensuche
- Der Hund verfolgt mit tiefer Nase eine Bodenspur und zeigt verlorene Gegenstände an.
- ★ Mantrailing
- Personensuche über den Individualgeruch – unser Schwerpunkt (siehe oben).
- ★ Scent Detection
- Einen reinen Zielgeruch suchen und ruhig anzeigen. Unser zweiter Schwerpunkt.
- ★ ZOS – Zielobjektsuche
- Ein bestimmtes Objekt in einem Feld anzeigen. Unser Einstieg in die Geruchsarbeit.
- Revieren / Flächensuche
- Eine Fläche systematisch nach Geruch absuchen.
- Rally Obedience
- Parcours aus Schildern mit kleinen Gehorsams-Aufgaben – ein spielerischer Einstieg in die Unterordnung.
- Trickdogging
- Tricks von „Pfote" bis „Schäm dich": gut für Bindung, Köpfchen und Körpergefühl.
- ★ Dog Fitness / Gymnastricks
- Bewusstes Bewegen an und auf Gegenständen – Körperwahrnehmung und Muskelaufbau. Manuela sagt „Gymnastik mit Nino".
Dog Fitness (Gymnastik mit Nino)
Manuela sagt „Gymnastik", auf Ninos Halsband steht „Dog Fitness", in Kursen heisst es oft „Gymnastricks" – gemeint ist dasselbe: gezielte Bewegungsübungen für Koordination, Gleichgewicht, Körperwahrnehmung und Muskelaufbau, unser ruhiger Ausgleich zum Trailen.
Langsam und bewusst
Nino stützt die Vorderpfoten erhöht ab, balanciert auf Wackelkissen und Kreiselbrett und setzt auf Signal einen Fuss vor den anderen – auch rückwärts und zur Seite. Sieht unspektakulär aus, fordert aber genau die Muskeln, die im Alltag zu kurz kommen.
Wir machen das in kleinen Portionen und immer spielerisch. Für Nino ist es vor allem eine weitere Gelegenheit, fürs Mitmachen belohnt zu werden.
Wackeln inklusive
Ruhig sitzen bleiben, während das Brett unter einem kippt, ist überraschend anspruchsvoll – für den Kopf genauso wie für die Balance. Kurze Einheiten reichen, danach ist erst mal Pause.



Was es sonst noch gibt
Rund um den Hund gibt es unzählige Sportarten und Freizeit-Ideen. Ein paar davon sind uns über die Jahre begegnet – hier eine kleine, bunte Auswahl zum Stöbern.
Trüffelsuche
Schwarze Trüffel wachsen auch bei uns im Boden – ein faszinierendes Einsatzgebiet für eine feine Hundenase.
Rally Obedience
Guter Grundgehorsam, verpackt in einen Parcours aus Schildern mit kleinen Aufgaben – ein spielerischer Einstieg in die Unterordnung.
„Spass mit Hund"-Gruppen
Bunte Gruppenstunden aus Obedience, Nasenarbeit und Geschicklichkeit – ganz ohne Prüfungen.
Hunde-Military
Lauf-Events über eine längere Strecke mit Aufgaben-Posten unterwegs.
Themen-Spaziergänge
Social Walks mit Motto – vom „Teebeutel-Detektiv" bis zum Märchen-Spaziergang.
Tiere beobachten
Erdmännchen, Schafe, Damhirsche: Für so etwas bleibt Nino gern stehen und schaut in aller Ruhe zu.
Dazu kommen Bereiche wie Trickdogging, Vita Parcours oder der Bewegungspark KynoBalance. Im Vordergrund steht bei uns aber ganz klar die Nasenarbeit.